Pimientos de Padrón
Pimientos: Paprika
Padrón: ein kleines Dorf in Galizien, in der Nähe von Santiago de Compostela.
Eine Legende besagt, dass spanische Seefahrer die Samen
mexikanischer Chillies nach Galizien
brachten, um die dort fremde und scharfe Schote zu kultivieren. Durch
die klimatischen Einflüsse Galiziens, milde Sommer und häufige
Regenfälle, entwickelte sich die ursprünglich scharfe kleine
Paprikaschote zu dem was sie heute ist. Einer milden und sehr
aromatischen kleinen Paprika. Durch die genetische Herkunft, taucht
immerwieder die eine oder andere pikante Schote auf.
Die typische Zubereitungsform ist das
Fritieren in reichlich Olivenöl und anschliessendes Bestreuen mit
grobem Meersalz. Das Öl sollte heiss sein, bevor Sie die Paprika dazugeben. Mit einem Schaumlöffel diese öfters umherdrehen. Nach anfänglichem starken Anbraten, Feuer runterstellen und die Pimientos durchziehen lassen. Danach auf einem Zelltuch abtropfen lassen und mit grobem Salz bestreuen. Wenn sich die Paprika zu braun verfärben, waren sie möglicherweise zulange im Öl oder zuvor schon relativ lange gelagert. Die Frische der
Pimientos sieht man deutlich an der Farbe des Samens. Frische Paprika
haben weissen Samen; bei älteren Paprikaschoten ist der Samen braun
gefärbt.
Das regionale galizische Produkt ist heute mit einer D.O.
reglementiert. Zu den geschützten Ortschaften gehören: Arnoia, Herbón,
Oimbra und de O Couto. Die meisten auf dem Markt befindlichen Pimientos
de Padrón entsprechen eher Pimientos nach Art de Padrón, da diese mittlerweile ganzährig in
Treibhäusern in Almería und in Marokko angebaut werden. Durch die dort
herrschenden höheren Temperaturen, verändert sich der Geschmack
zulasten der Qualität und die Häufigkeit der Schärfe beträchtlich. Pimientos de Padron ausserhalb Padron hergestellt, sind in der Überzahl scharf. Die originalen Pimientos de Padrón sind ein saisonales Produkt und wachsen im Freiland von etwa Juni bis September. Auch
an der Form kann man die originalen Paprika aus Galizien von denen
anderer Herkunft unterscheiden. Pimientos de Padrón haben ein eher
stumpfes Ende und sind relativ kurz, währenddessen die Pimientos aus
südlicheren Anbauregionen spitz enden und länglicher sind. In ihrer
Form erinnern diese ein bischen an Peperoni. Die originalen Pimientos de Padrón werden zu jeweils 100 Stück, ca. 400 g in kleinen nummerierten, d.h. kontrollierten, Plastiktütchen abgepackt. Man unterscheidet Paketchen mit gleich grossen Pimientos und den etwas preiswerteren ungleichen Pimientos.